Knie

Schmerzen am Kniegelenk können vielfältige Ursachen haben. Schleimbeutel, Band- und Sehnenansätze können sich entzünden. Aber auch das Gelenk selber ist höchst komplex aufgebaut mit Knorpelüberzug in drei Gelenkbereichen, einem sich überkreuzenden Bandapparat und zwei Menisci. Alle diese Teile können zahlreiche krankhafte Veränderungen aufweisen. Gerade beim Kniegelenk ist daher eine ausführliche gute Untersuchung der unverzichtbare Ausgangspunkt jeder weiteren Therapie.
Viele Erkrankungen lassen sich mit einfachen Therapien wie entreizenden Injektionsbehandlungen, Ultraschall oder Dehnungsübungen behandeln.

 

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Meniskusschaden

Eine Verletzung des Meniskus führt häufig zu wechselnden Beschwerden beim Beugen und Belasten des Kniegelenkes. Je nach Größe und Lage des Meniskusrisses kann der Meniskus an der “falschen” Position einen weiteren Schaden am Kniegelenksknorpel hervorrufen und sollte, je nach Befund, operativ saniert werden. Dies erfolgt durch einen minimal-invasiven Eingriff der Kniegelenksspiegelung (Kniegelenksarthroskopie).        

 

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Beispielbilder
einer Arthroskopie

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Schemazeichnung
der Minisci

 

Kniegelenksspiegelung

Generell kann eine Kniegelenksspiegelung neben der Sanierung eines Meniskusschadens auch z.B. bei Knorpelschäden und bei freien Gelenkkörpern einen vorhandenen Schaden mildern oder Folgeschäden teilweise reduzieren.

 

Kreuzbandriss

Ein vorderer Kreuzbandriss kann eine Kniegelenksinstabilität, ein "falsches Gleiten" des Unterschenkels in Relation zum Oberschenkel und dadurch Folgeschäden an z.B. Dem Kniegelenksknorpel hervorrufen. Je nach Befund und mangelnder muskulärer Stabilisierung sollte ein Ersatz des Kreuzbandes besprochen werden. Wir führen einen minimal-invasiven, arthroskopisch assistierten Ersatz des vorderen Kreuzbandes durch.

 

Kniegelenksarthrose

Die Volkskrankheit Nummer eins, die Arthrose betrifft besonders oft das Kniegelenk. Hier können, ja nach Ausmas der Veränderung, Injektionen mit Kortison eine Entreizung hervorrufen oder eine Infiltration mit Hyaluronsäure den Kreislauf der weiteren Gelenkzerstörung abmildern.
Sollte eine konservative Therapie nicht den gewünschten Erfolg erbringen sollte entweder eine Achsumstellung des Kniegelenkes oder eine Teil-/Vollprothese diskutiert werden.

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Mediale Gonarthrose mit vollständigem
Aufbrauch des medialen Gelenkspaltes

 

Kniegelenkachsumstellung

(Tibiakopfumstellung und suprakondyläre Kniegelenksumstellung)
Diese Umstellungen werden bei verschiedenen Stadien der Arthrose und in Abhängigkeit vom Ausmaß des Befundes durchgeführt. Es sollte z.B. nur ein Teil des Gelenkes betroffen, ein gewisses Alter nicht überschritten und die Achse des Gelenkes geeignet sein.
                

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Kniegelenkachsumstellung
bei milder Kniearthrose

 

Kniegelenksprothese

(künstliches Kniegelenk, Doppelschlitten, Monoschlitten)
In den letzten Jahrzehnten hat auch die Kniegelenksendoprothetik deutliche Fortschritte gemacht. Die Ergebnisse sind durchaus mit denen der Hüftendoprothetik vergleichbar.
Sollte eine deutliche Arthrose des Kniegelenkes vorhanden sein und oben genannte Therapieformen nicht mehr möglich, oder keine Besserung erbracht haben, sollte eine Knieprothese diskutiert werden.
In manchen Fällen kann man bei einseitiger Kniegelenksarthrose einen Teilknieprothesenersatz (Monoschlitten) verwenden.
Generell sind aber für die meisten Fälle ein Vollknieprothesenersatz (Doppelschlitten) nötig.

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